Maxizmus - Dämmerung der Unsterbliche

von B.G Max



1. Januar, 2099

Nachdem Max die Gemeinde verlassen hat, wanderte er schon seit drei Tagen in der Wüsste, wenn er plötzlich lautes Piepsen hörte, und auf dem Armaturenbrett die Ladekontrollleuchte anfing zu blinken. Er wusste, dass in einer Stunde die Akkus werden leer, und er wird nicht mehr beweglich. Vor ein paar Tagen fuhr er an einem zerstörten Ölbohrturm vorbei, der durch den Krieg voll getroffen war. Er hoffte darauf dass er irgendwas findet womit er sein Auto aufladen könnet. Er nimm also seinen Weg dorthin. Der Ölbohrturm war da, komischerweise schief als hätte ihn eine riesige Hand ausgerissen, dann wieder zurückstellte zu seiner Stelle. Von weitem sah es so aus als wäre der von Öl schwarze Boden eins mit dem ausgebrannten, verrußten Schrotthaufen, der einmal die Barracken der Öhlbohrarbeiter, Lager, Maschinenraum war. Ein Autowrack war auch da, wahrscheinlich gehörte es dem einmaligen Ölbohrmeister. Es war ein alter Typ, noch nicht ganz elektrisch.

Geräte womit man Energie erzeugen hätte können, gab es keine. Die Aggregate oder ihren Rest hatte jemand schon weggeschleppt. In den Städten der sterblichen gab es natürlich genug Energie. Jedoch, dafür müssten die Stadleute Sterblichkeit schwören. In der Wüsste der Unsterblichen Energie war von mehr Wert als Gold. Gold brauchen sowieso nur die Sterblichen, für die Unsterblichen Gold ist wertlos. Max montierte also den Stromerzeuger des Autowrackes und fand eine sehr lange Rühre, vielleicht einmal Teil einer Rohrleitung. Der hohe Turm einer von den Fackeln war auch da, fast unberührt. Er hat sich entschieden, die Kraft des heißen Wüstenwindes zu nutzen.

Er nahm erstmal die Röhre, und zeichnete ein Rechteck darauf. Da er keine Messgeräte hatte, nahm er ein Stück Draht, und bezeichnete es als Einheit. Er maß es dreimal an die Röhre, und zeichnete es drauf mit einem Stück Kohle. Das war die Breite des Rechtecks. Dann zwanzig mal maß er die Einheit, das wurde die Länge des Rechtecks. Da er wusste, dass die Breite dreifachste der Einheit ist, am Ende des Rechtecks maß er in der Mitte das Originaleinheit. Nachdem er die Seiten der Einheit mit Linien mit den Anderen kanten der Rechtecks verband, bekam er eine langes, gedehntes Trapez. Er schnitt es aus mit einem alten, abgenutzten Sägeblatt, das er unter dem Schrotthaufen fand.

Die leichtmetall Radfelge des Autowrackes war genau dafür geeignet, die Turbinenschaufel drauf zu montieren. Noch ein Band, und der Stromerzeuger drehte sich schon. Eine Diodenbrücke und ein DC-DC Umwandler war noch aus dem Netzteil eines alten Computers nötig. Die Akkus im Auto von Max hatten noch genug Energie den Stromerzeuger zu regen. Lange Kabel waren genug unter dem Schrott. Als der heiße Wind anfing die Turbine zu drehen, die Aufladung fing auch langsam an.

Als er die drehende Turbine ansah, sah er plötzlich das Gesicht seines Opas an. Er stand neben ihm als Kind. Er hielte seine Hand und beiden guckten nach oben. Er könnte so 5-6 Jahre alt sein. Über ihnen war eine große, rot gefärbte Turbine mit vielen Schäufeln. Es drehte sich genau so um, wie die jetzt.
"Opa, warum dreht sich diese Turbine um?"- fragte der kleine Max.
"Da der Wind ist genauso, wie eine große Well, er stößt sich an so lange, bis er anfängt zu drehen."
"Der Wind?"
"Ja, der Wind, er ist groß und stark."
"Und warum ist es gut, wenn dieses Rad sich umdreht?"
"Es betreibt eine Maschine, der pumpt wasser aus dem Brunnen raus. Weißt du, Pflanzen müssen gewässert werden, um uns Nährung geben zu könne.
"Also der Wind gibt uns Essen?"
"Ja."
"Und wer gibt uns den Wind?"
"Den kannst du nicht sehen, aber er gibt uns alles, was gut und schön ist, wie der Wind."

Nachdenklich gind er weiter - zu Fuß. Noch ein Tag und sein Auto wird völlig aufgeladen. Hat also Zeit umzuschauen und entdecken.

Lust zu kommentieren? Schicke dein Kommentar an gazdapiac (at) gmail.com

Noch keine Kommentare. Sei die erste!


Gefällt es dir?
Würdest du gern mehr lesen?
Bitte, unterstütze dieses Projekt: